«Die heutige Lebendigkeit des Klosters Ilanz in die Zukunft führen»
An der Diskussionsrunde «Freitagsforum Denkmalpflege» in der ETH Zürich Anfang März beteiligten sich die Besuchenden rege.
6. März 2026 – Gemeinsam mit der Universität Bern veranstaltet der Lehrstuhl für Konstruktionserbe und Denkmalpflege der ETH Zürich regelmässig die hochrangig besetzte Expertenrunde «Freitagsforum Denkmalpflege». Zum ersten Forum 2026 und dem Jahresmotto «Denkmal(pflege) – Privileg oder Zumutung?» kamen Anfang März fast 100 Interessierte zusammen. In der 150 Jahre alten, ehrwürdigen Semperaula – ein «Objekt nationaler Bedeutung» – der ETH befassten sie sich unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Langenberg, Lehrstuhlinhaberin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege an der ETH, anhand des Themas «Immobilienbewertung und Denkmal» eingehend mit dem Kloster Ilanz.
Schwerpunkt auf gemeinschaftlichem Wohnen
Zum Einstieg präsentierte Niels Lehmann, Geschäftsführer der Immobilien-Projektentwicklerin Cor AG (Lateinisch für «Herz») in Zürich, sein auch wirtschaftlich tragfähiges und nachhaltiges Zukunftsbild des Klosters Ilanz mit einem Schwerpunkt auf gemeinschaftlichem Wohnen an einem «historisch und sozialgeschichtlich bedeutenden sowie architektonisch herausragenden Ort». Die Cor AG berät das Kloster und hat Mitte 2025 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Auf dieser basiert der Entscheid des Stiftungsrats der Stiftung der Ilanzer Dominikanerinnen von November 2025, die Möglichkeit des Verkaufs der Liegenschaft auf Quinclas voranzutreiben.
Wille des Kantons für zukunftsorientierte Lösung
Anschliessend betonte Simon Berger, Graubündens oberster Denkmalpfleger, welches enorme Potenzial er im Sakralbau oberhalb Ilanz sieht. Er brachte den ausgesprochenen Willen des Kantons zum Ausdruck, eine gute, zukunftsorientierte Lösung für die weitere Nutzung des Klosters Ilanz zu suchen und zu finden.
Damit die Segenssuren sichtbar bleiben
In einer von Silke Langenberg moderierten Diskussionsrunde kamen auch Generalpriorin Sr. Annemarie Müller und Geschäftsführerin Caroline Schweisgut als Vertreterinnen des Klosters Ilanz zu Wort. Beide unterstrichen ihren Wunsch nach einem offenen und transparenten Dialog mit allen Beteiligten. Es sei ihr gemeinsames Ziel, die Herausforderungen aktiv und pragmatisch anzugehen und die Chancen zu nutzen, die der moderne Bau für die nächste Generation bereithalte. So könne es gelingen, dass die Segensspuren der Dominikanerinnen auch künftig in der Surselva gegenwärtig bleiben.